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E-Health

„Ein digitaler Zugang zu allen Leistungen des Staates“

07.05.2018

„Ein digitaler Zugang zu allen Leistungen des Staates“

Patientenakten sind nicht Bestandteil der Telematik-Infrastruktur, wohl aber im ehealth Gesetz geregelt. Dass Patienten bewusst nicht in die digitale Informationskette einbezogen wurden, soll sich nun ändern. vgl.: faz „Ein digitaler Zugang zu allen Leistungen des Staates“
Ein Interview mit Jens Spahn von Kim Björn Becker und Andreas Mihm, aktualisiert am 06.05.2018-20:36.

Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, hat sich viel vorgenommen, um etwa die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu beschleunigen. Wie das im Einzelnen aussehen soll, diskutierte er mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Die Nutzung der Karte über Desktop und Lesegerät sei nicht das, was Bürger sich im Jahre 2018 wünschen. Vielmehr soll der Versicherte über ein „Bürgerportal“ an seine Daten kommen.

„Aber ich will nicht, dass man eine digitale Identität für die Steuererklärung braucht, eine um seinen Pass zu beantragen und eine dritte im Gesundheitswesen“, erklärte Spahn der Zeitung. Es müsse für Arzt und Patient gleichermaßen „cool werden, dabei zu sein“, dann werde das „Gesamtkunstwerk” des Gesundheitswesens ein Selbstläufer, gab sich Spahn laut FAZ zuversichtlich.

Ob ein Portal der Einstieg in eine zentrale Patientenakte oder ein Patientenfach des Versicherten werden soll, legte er sich nicht fest. „In den nächsten, zwei, drei Monaten werde ich genau analysieren, wo wir stehen bei der elektronischen Gesundheitskarte und der Digitalisierung des Gesundheitssystems.“ Dann werde er schnelle Entscheidungen treffen.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat es als „inakzeptabel“ bezeichnet, dass die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) nach 14 Jahren nicht über Modellprojekte herausgekommen ist, sagte er im Interview mit der FAZ. Eine Aufgabe, die nun endlich gelöst werden muss.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/jens-spahn-ueber-digitale-loesungen-fuer-das-gesundheitssystem-15576807.html
Zuletzt abgerufen am 7.5.2018, 20:27

Klarstellung: Gesundheitsminister Spahn will E-Card nicht aufgeben

„Eine zügige Anbindung der Pflege, nutzenbringende Anwendungen wie die elektronische Patientenakte oder das E-Rezept und ein zeitgemäßer mobiler Zugang für Patienten – so lauten die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) in Sachen Telematikinfrastruktur. Damit seien weder die Konnektoren noch die elektronische Gesundheitskarte obsolet, stellt Dr. Gottfried Ludewig, neuer Leiter der Abteilung Digitalisierung und Innovation im BMG, in einem Brief an die Körperschaften der Selbstverwaltung klar.“ Das Schreiben liegt der Ärzte Zeitung vor.

„Das Gesundheitsministerium, heißt es in dem Brief, hält am Aufbau der Telematikinfrastruktur (TI) fest. Damit will das Ministerium ein für alle Mal Spekulationen um ein mögliches Ende der Karte und ihrer Datenautobahn, die die vergangenen Tage hochkochten, beenden. Denn tatsächlich geht es dem Minister um eine Ergänzung der bisherigen Pläne zur sicheren Datenautobahn fürs Gesundheitswesen. Dies umfasse „die flächendeckende Installation der Konnektoren im ambulanten Bereich wie auch die Planungen zum Anschluss des stationären Bereichs und der Apotheken einschließlich der erforderlichen E-Health-Kartenterminals für die Leistungserbringer.“ Und eben auch endlich die Anbindung der Pflege, betont Ludewig. Er bittet zudem die Beteiligten in der Selbstverwaltung, alle Schritte zu unternehmen“, um den Aufbau der TI „weiter zu beschleunigen oder bestehende Verfahrensprobleme (z.B. Erstattungsverhandlungen) schnellstmöglich zu lösen.“

Quelle – Ärzte Zeitung online zuletzt abgerufen am, 14.05.2018, 21:36

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(Bildquelle: Jens Spahn)

Stellungnahmen zu Patientenakten
Gematik:
Aufgabe ist nach § 291b SGB V auch, „1. die funktionalen und technischen Vorgaben einschließlich eines Sicherheitskonzepts zu erstellen, 2. Inhalt und Struktur der Datensätze für deren Bereitstellung und Nutzung festzulegen, 3. Vorgaben für den sicheren Betrieb der Telematikinfrastruktur zu erstellen und ihre Umsetzung zu überwachen, 4. …”
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__291b.html

TK -Akte:
TK vernetzt elektronische Gesundheitsakte
Quelle PM https://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/bundesweite-pressemitteilungen/958400 erstellt am 17.08.2017

KBV:
Fordert einheitliche ePA
Quelle Positionspapier: www.kbv.de/html/33147.php

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