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E-Health

G1 Karten ungültig

22.11.2017

Wichtige eGK Information zum vierten Quartal 2017

Beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte erfolgt folgende neue Meldung der Software:

Neue Meldung:
eGK ist ungültig
Informieren Sie den Patienten, dass er eine neue Karte benötigt.
Bitte weiter – mit Ersatzverfahren

 
 
 
Mit dem Start ins neue Quartal zum 1. Oktober wird die erste Generation der Gesundheitskarte für gesetzlich Versicherte ungültig. Eine unklare Kennzeichnung könnte dabei für Probleme sorgen. Hier die wichtigsten Fakten zur Umstellung:

Die Karten der ersten Generation (G1) verlieren ihre Gültigkeit. Dies ist laut GKV-Spitzenverband nötig, weil die Karten „die Online-Überprüfung der Versichertenstammdaten nicht protokollieren können“. Das heißt: Ändert der Versicherte bei seiner Versicherung etwa seinen Namen oder seinen Versichertenstatus, muss dies laut Gesetzgeber automatisch beim nächsten Einlesen der Karte beim Arzt auf die eGK überspielt werden. Dies ist bei den alten Karten aber technisch nicht möglich.
Welche Karten sind jetzt gültig?

Die Karten der Nachfolgegenerationen G1+ und G2 sind weiterhin ohne Einschränkung gültig. Der GKV-Spitzenverband geht davon aus, dass alle Krankenversicherungen ihre Versicherten rechtzeitig mit einer gültigen Karte versorgt haben.
Da gibt es ein Problem: Die ab sofort ungültigen G1-Karten unterscheiden sich rein optisch nicht von den weiterhin gültigen G1+-Karten. Die Generationsnummer ist auf der eGK rechts oben unter dem Schriftzug „Gesundheitskarte“ aufgedruckt. Bei Karten der Generation 2 ist hier das Kürzel „G2“ vermerkt. Bei Karten der Generation 1 und der Generation 1+ steht hier jeweils „G1“ – damit ist optisch nicht erkennbar, ob es sich um eine tatsächlich ungültige G1-Karte oder eine gültige G1+-Karte handelt.
Laut GKV-Spitzenverband ist es nicht ausgeschlossen, dass aufgrund eines Softwarefehlers „auch fälschlicherweise G1+-Karten abgelehnt werden“. Zwar hätten die Softwareanbieter dies ausgeschlossen, Kassen und Ärzte hätten sich jedoch vorsorglich für „eine Auffanglösung entschieden“.
 
Wie sieht diese Lösung aus?
 
In diesen Fällen greift für das vierte Quartal 2017 das sogenannte Ersatzverfahren. Dazu werden die Daten des Versicherten wie Name und Geburtsdatum, Krankenkasse, Versichertenart, Postleitzahl oder Versichertennummer aus der Patientendatei der jeweiligen Praxis genutzt – sie werden per Hand aufgrund der Angaben des Patienten erhoben.
Der Patient sollte dann gefragt werden, ob er von seiner Krankenkasse bereits eine neue eGK erhalten hat.

Aus: Quelle KZV, KBV und GKV-Spitzenverband, redaktionelle Erweiterung CROSSSSOFT.

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